Wer nicht am Schreibtisch arbeitet, formuliert selten druckreif. Der KI-Assistent stellt ein paar kurze Fragen – und schreibt daraus einen Text, den die Person prüft, ändert und selbst absendet.
Die Rückmeldungen, die am meisten wert wären, kommen von Menschen, die nicht vor einer Tastatur sitzen. Sie stehen an der Maschine, sitzen im Fahrerhaus, gehen durch die Station. Ihr Zeitfenster ist die Pause, ihr Gerät ist ein Telefon, ihre Eingabe ein Daumen.
Ein leeres Textfeld verlangt von ihnen eine Fähigkeit, die mit dem Anliegen nichts zu tun hat: aus diffusem Ärger in einem Zug einen strukturierten Absatz machen, ohne Rückfrage, ohne zweiten Versuch, im Wissen, dass es anonym ist und niemand nachfragen kann. Das Ergebnis ist entweder gar nichts – oder drei Wörter, mit denen die Führung nichts anfangen kann. „Chef ist unfair" ist keine Information, sondern eine Sackgasse.
Antworten ist deutlich leichter als aufschreiben. Genau das ist der Trick: Der Assistent stellt pro Antwort eine einzige offene Frage, ruhig und sachlich, und macht daraus am Ende einen zusammenhängenden Text. Aus „Chef ist unfair" wird so eine Schilderung, mit der jemand tatsächlich arbeiten kann – ohne dass die Person dafür schreiben gelernt haben muss.
Das Textfeld fragt: „Formuliere dein Anliegen." Der Assistent fragt: „Was ist passiert?" Das ist dieselbe Sache – aber nur die zweite Frage beantwortet jemand im Stehen.
Der Assistent ist eine Alternative zum Textfeld, kein Ersatz. Wer lieber tippt, tippt.
Ist der Assistent aktiviert, begrüßt er direkt auf der Feedback-Seite: „Erzähl mir einfach in deinen Worten, worum es geht — was läuft gut, was stört dich?“ Wer lieber selbst formuliert, wählt mit einem Tipp „Nur Text schreiben, ohne Nachfragen“.
Was ist passiert? Geht es um Ton, Umgang, Prozesse oder Ausstattung? Seit wann, wie oft? Was wäre eine Verbesserung? Eine Frage pro Antwort, in zwei bis drei Sätzen.
Ab der dritten Antwort möglich, spätestens nach der achten. Ein Tipp auf „Abschicken“ genügt: Der Assistent fasst das Gespräch in der Ich-Perspektive zusammen und übermittelt es sofort — ohne weiteren Zwischenschritt.
Ab hier ist es ganz normales Feedback: anonym, zeitverzögert sichtbar, mit Fallcode für die anonyme Antwort des Unternehmens — und für Ergänzungen, falls etwas fehlt.
Zur Zusammenfassung schlägt der Assistent zusätzlich ein Thema aus den Kategorien Ihres Unternehmens und eine Stimmung von 1 bis 4 vor. Beides sind Vorschläge im Formular, die die Person überschreiben oder leer lassen kann. Ein Thema, das nicht zu Ihren eigenen Kategorien gehört, wird gar nicht erst übernommen.
Er gibt keine Ratschläge, bewertet nichts und spielt nicht Therapie. Er ist kein Chatbot, der Probleme löst, und er ersetzt keine Führungsarbeit – er sorgt nur dafür, dass ein Anliegen überhaupt in Worten ankommt.
Er ist auch kein Pflichtweg. Das gewohnte Textfeld bleibt daneben stehen. Fällt der Assistent aus, sagt die Seite genau das und weist auf das Textfeld hin – die Rückmeldung geht trotzdem raus. Und er läuft nicht endlos: Nach acht Beiträgen ist Schluss, damit aus dem Feedback-Weg kein Chatverlauf wird.
Schließlich ist er nicht standardmäßig an. Ihr Unternehmen schaltet ihn im Dashboard bewusst ein – solange das nicht geschehen ist, sieht die Belegschaft ausschließlich das normale Feedback-Formular.
„Ein Gespräch verrät mehr als ein Textfeld" ist ein berechtigter Gedanke. Deshalb ist genau dieser Punkt am festesten verdrahtet.
Diktieren statt tippen wäre für genau diese Zielgruppe naheliegend. Die Funktion existiert und ist trotzdem standardmäßig aus – eine Stimme ist identifizierender als Text, und solange die Verarbeitung nicht abschließend geklärt ist, bleibt der sichere Zustand die Vorgabe. Sie verhält sich dann exakt so, als gäbe es sie nicht: kein Mikrofon-Knopf, keine Aufnahme. Auf Anfrage lässt sie sich freischalten.
Offen gesagt gehört dazu auch: Um die nächste Frage und die Zusammenfassung zu erzeugen, geht der Gesprächstext an das Sprachmodell von Anthropic. Der Dienstleister steht mit Zweck und Ort der Verarbeitung im Verzeichnis der Unterauftragsverarbeiter; die technischen Maßnahmen stehen auf der Seite Sicherheit & Anonymität. Wer das nicht möchte, lässt den Assistenten aus – das Textfeld funktioniert unverändert.
Kurz beantwortet – auch dort, wo die Antwort nicht bequem ist.
Warum Menschen schweigen, steht in Warum Mitarbeiter kein Feedback geben. Was danach mit dem Anliegen passieren muss, zeigt das Maßnahmen-Board.
Der Assistent löst genau ein Problem: die Hürde zwischen „ich hätte da was" und „ich habe es abgeschickt". Das ist die häufigste Stelle, an der Feedback verloren geht, aber es ist nicht die einzige. Wenn niemand auf die Rückmeldungen antwortet, füllt auch der beste Eingang den Kasten nur einmal.
Deshalb gehört zum Assistenten immer beides: ein niedrigschwelliger Weg hinein und eine sichtbare Reaktion heraus. Der anonyme Rückkanal per Fallcode leistet den ersten Teil davon – die Person kann ohne Konto nachlesen, was das Unternehmen geantwortet hat, und selbst nachfassen. Den zweiten Teil leistet das Maßnahmen-Board.
Ab dem Professional-Tarif ist der Assistent enthalten; im Starter-Tarif lässt er sich als Zusatzmodul hinzubuchen. Welche Ausbaustufe zu Ihrem Betrieb passt, steht auf der Preisseite und unter Lösungen.
Die Punkte, die vor der Freischaltung im Betrieb geklärt sein sollten.
Am schnellsten merkt man den Unterschied, wenn man einmal selbst durch das Gespräch geht. 14 Tage kostenlos mit vollem Funktionsumfang. Zum Weiterlesen: unsere Lösungen, die Preise, das anonyme Mitarbeiterfeedback und das Maßnahmen-Board.