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Anbietervergleich 2026

Hinweisgebersystem
oder Feedbackkanal?

Whistly ist ein Hinweisgebersystem für die interne Meldestelle. Kummerkasten ist ein anonymer Kanal für das, was Beschäftigte im Alltag bewegt; die Meldestelle gibt es dort als eigenen Tarif oder im Tarif Business. Diese Seite zeigt, wann welcher Ansatz passt. Angaben zu Whistly nach dessen Website, abgerufen am 6. Oktober 2026.

Unsere Empfehlung

Kummerkasten

Offener Kanal für Rückmeldungen aus dem Arbeitsalltag

VS

Whistly

Hinweisgebersystem für gemeldete Verstöße nach dem HinSchG

Leerer, aufgeräumter Arbeitsplatz in einem Büro
Worum es geht

Zwei verschiedene Aufgaben

Das Hinweisgeberschutzgesetz verlangt ab 50 Beschäftigten eine interne Meldestelle für Hinweise auf Rechtsverstöße (§ 12 HinSchG). Dafür sind Hinweisgebersysteme wie Whistly gebaut. Der Schichtplan, die Führung im Team oder fehlendes Werkzeug sind dagegen kein Fall für die Meldestelle. Solche Rückmeldungen sammelt Kummerkasten.

Beide Anbieter nehmen anonyme Meldungen entgegen. Sie unterscheiden sich darin, wofür sie gebaut sind: für einzelne gemeldete Verstöße, die ein Verfahren mit Fristen auslösen, oder für viele kleine Rückmeldungen, aus denen über Monate ein Bild der Stimmung entsteht.

Früher statt hinterher

Wer erfährt, was drückt, solange die Leute bleiben, kann es abstellen. Im Austrittsgespräch ist der Wechsel längst entschieden.

Auch die Stillen erreichen

Wer innerlich schon gekündigt hat, sagt das nicht in der Teamrunde. Ohne Konto, ohne Namen und ohne IP-Adresse sinkt die Hürde spürbar.

Entwicklung statt Einzelfall

Erst der Verlauf über Monate zeigt, ob die Bindung im Betrieb nachlässt – und ob eine Maßnahme etwas bewegt hat.

Die Unterschiede im Einzelnen

Wo wir zu Whistly keine öffentliche Angabe gefunden haben, steht das so in der Tabelle. Es heißt nicht, dass es die Funktion dort nicht gibt.

Worauf es ankommtKummerkastenWhistly
Wofür gebautRückmeldungen aus dem Arbeitsalltag; interne Meldestelle in den Tarifen Meldestelle, Business und Enterpriseinterne Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz; laut Anbieter dazu Online-Umfragen für alle Kunden
Anonyme Meldungen✓ ohne Login und ohne IP-Adresse✓ laut Anbieter auch anonym
Austausch mit der meldenden Personanonymer Rückkanal per Fallcodelaut Anbieter Ende-zu-Ende-verschlüsselter Chat
Stimmung und Themen über Monate✓ im Dashboard, ab fünf Rückmeldungen; nach Bereichen getrennt ab Professionalkeine Angabe gefunden
Eigene Umfragen, KI-Berichteab ProfessionalUmfragen laut Anbieter für alle Kunden ohne Aufpreis; zu KI-Berichten keine Angabe gefunden
Eigenes ErscheinungsbildAkzentfarbe und Text ab Starter, weitere Farben und Logo ab Professionallaut Anbieter anpassbare Meldestelle mit Firmenlogo, Farben und eigenen Texten
Einrichtungselbst, per Link und QR-Codelaut Anbieter Einrichtung, Schulung und Support in allen Paketen enthalten, ohne Einrichtungsgebühr
Startpreis49 €/Monat bei Jahreszahlung (ohne Meldestelle)
58,80 € bei monatlicher Zahlweise; Tarif Meldestelle 99 €
Paket Essential laut Anbieter 59 € im Monat zzgl. USt. bei jährlicher Zahlung (708 € im Jahr); monatliche Zahlweise laut Anbieter teurer

Unsere Beträge sind netto pro Monat bei Jahreszahlung; monatliche Zahlweise kostet 20 % mehr. Angaben zu Whistly nach Preis-, Funktions- und Umfrageseite des Anbieters (de.whistly.org), abgerufen am 6. Oktober 2026 (Stand: Oktober 2026, laut Anbieterseite); Whistly nennt seine Preise zuzüglich Umsatzsteuer.

Was Kummerkasten kann – und wo die Grenzen liegen

Beides gehört vor eine Entscheidung.

Was Kummerkasten kann

  • ✓ Verlauf über Monate: Sie sehen, ob die Stimmung sinkt, ab Professional auch nach Bereichen getrennt
  • ✓ Anonym von Grund auf: kein Login, keine IP-Adresse, keine Cookies
  • ✓ KI-Berichte ab Professional fassen die Rückmeldungen eines Zeitraums zusammen
  • ✓ Anonymer Rückkanal per Fallcode: nachfragen, ohne die Anonymität zu brechen
  • ✓ Eigene Umfragen ab Professional, wenn ein Thema gezielt nachgefasst werden soll
  • ✓ Zugang per QR-Code für Halle, Werkstatt und Schicht
  • ✓ Akzentfarbe und Text ab Starter, weitere Farben und Logo ab Professional; Anwendung und Datenbank in Frankfurt am Main, Ansprechpartner auf Deutsch

Wo die Grenzen liegen

  • ✗ Jünger am Markt als etablierte Compliance-Anbieter
  • ✗ Die interne Meldestelle gibt es nur in den Tarifen Meldestelle, Business und Enterprise
  • ✗ Keine eigene App; der Zugang läuft über Browser und QR-Code
  • ✗ Die ersten Wochen brauchen Erklärung im Betrieb, sonst schreibt kaum jemand

Was Sie monatlich zahlen

Für die reine Meldestelle ist das Einstiegspaket von Whistly günstiger. Der Tarif Meldestelle von Kummerkasten enthält dafür zusätzlich den anonymen Feedbackkanal. Alle Tarife stehen auf der Preisseite.

Starter
49 €
/Monat netto bei Jahreszahlung
  • Anonymer Feedbackkanal mit QR-Code
  • 50 Rückmeldungen im Monat, 3 Zugänge
  • Verlauf, Themen und Frühwarnung
  • Ohne interne Meldestelle
Whistly Essential
59 €
/Monat zzgl. USt. bei jährlicher Zahlung, laut Anbieter (Stand: Oktober 2026)
  • Hinweisgebersystem nach HinSchG
  • Meldungen, auch anonym
  • Einrichtung und Schulung inklusive
  • Pakete Pro (99 €) und Enterprise (189 €) mit mehr Fallbearbeitern und Sprachen

Unser Fazit

Wer vor allem die gesetzliche Meldestelle braucht, findet bei einem spezialisierten Hinweisgebersystem wie Whistly, was dafür vorgesehen ist. Kummerkasten ist für den Alltag gebaut: für das, was Beschäftigte stört, lange bevor es ein Fall für die Meldestelle wird. Wer beides aus einer Hand will, bucht bei Kummerkasten den Tarif Meldestelle oder Business. Die zuständige Person für die Meldestelle benennt in jedem Fall das Unternehmen selbst.

Häufige Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen Kummerkasten und Whistly?
Whistly ist ein Hinweisgebersystem für die interne Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz. Kummerkasten ist ein anonymer Kanal für Rückmeldungen aus dem Arbeitsalltag; die interne Meldestelle gibt es dort zusätzlich in den Tarifen Meldestelle, Business und Enterprise.
Welches Tool ist günstiger?
Das hängt vom Zweck ab. Für die reine Meldestelle nennt Whistly auf seiner Preisseite für das Paket Essential 59 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer bei jährlicher Zahlung (Stand: Oktober 2026). Bei Kummerkasten kostet der Tarif Meldestelle 99 € netto im Monat bei Jahreszahlung und enthält zusätzlich den anonymen Feedbackkanal. Nur Feedback ohne Meldestelle gibt es ab 49 €/Monat netto bei Jahreszahlung (58,80 € bei monatlicher Zahlweise). Im Starter sind anonymes Feedback, Dashboard und Auswertung enthalten; KI-Reports und eigene Umfragen ab Professional (129 €/Monat netto bei Jahreszahlung).
Gibt es KI-Auswertungen?
Kummerkasten erstellt ab dem Tarif Professional Berichte mit KI-Text, die Stimmung und Themen eines Zeitraums zusammenfassen. Die Texte gehen dafür ohne IP-Adresse oder Kennung der schreibenden Person an einen KI-Dienstleister in den USA (Anthropic); ein Schalter stellt die KI-Verarbeitung ab. Meldungen der internen Meldestelle verarbeitet die KI nie. Zu KI-Funktionen bei Whistly haben wir keine öffentliche Angabe gefunden.
Wie unterscheiden sich die Tools beim Datenschutz?
Verantwortlich bleibt immer das einsetzende Unternehmen. Kummerkasten speichert zu einer Rückmeldung keine IP-Adresse, keine Browser-Kennung und keine Login-Daten; Anwendung und Datenbank laufen in Frankfurt am Main, für Übersetzung und KI gehen Texte an Anthropic in den USA. Whistly nennt für sein System eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Hinweisgeberdaten. Einzelheiten regeln bei beiden die Verträge zur Auftragsverarbeitung.

Weitere Vergleiche

Einen Überblick über sieben Werkzeuge gibt der Vergleich der Feedback-Tools; Preismodelle stehen unter Was ein Feedback-Tool kostet.

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Testphase: Zahlungsmethode bei der Anmeldung nötig, belastet erst nach 14 Tagen, vorher kündbar ohne Kosten.